Die Fähre – eine Fehlkonstruktion?

Die Fähre – eine Fehlkonstruktion?

 

Die Landefähren (Zitat aus dem WDR-Film „Die Akte Apollo“)

Noch größeren Belastungen waren die Landefähren ausgesetzt. Auf der einen Seite schmorten sie bei 130 Grad Hitze, auf der anderen Seite frosteten sie bei 100 Grad minus. Und das mit ihrer empfindlichen Elektronik und ihren superkalten Treibstoffen für den Rückflug.

Für die Ketzer sind deshalb die Fotos von den Landefähren der härteste Beweis für die Mondlüge. Nicht nur wegen der Temperatur-unterschiede, sondern auch wegen der Frage, wie diese Vehikel überhaupt auf den Mond kamen. Die Skeptiker meinen: Nie!

Tatsache ist, die Landefähre war die Achillisverse des Mondunternehmens. Ihre Entwicklung begann 1961 mit Hilfe eines Flaschenzugs. Die nächste Vehikel-Generation nannte man spöttisch >Fliegendes Bettgestell<. Es diente den Astronauten zum Training und zur Erprobung.

And when they tried this thing…..Als sie dieses Ding erprobten, nannten sie es das >Fliegende Bettgestell<. Armstrong wurde fast darin getötet. Dabei hatten sie Ausgleichsraketen….Dieses Gerät hat keine Ausgleichsraketen. Es kommt auf seinem einzigen Triebwerks-strahl herunter. Sie können nichts dergleichen landen, weil die geringste Verschiebung des Schwerpunkts dazu führt, dass sie sich überschlagen, und dann werden sie immer schneller und schneller. In Wirklichkeit bräuchten sie drei oder vier Triebwerke und eine ent-sprechende Steuerelektronik. Doch die damaligen Computer konnten diesen Job nicht machen.

Drei der fünf Testgeräte stürzten während der Erprobung ab. Dabei war dieses Gerät mit seinen vielen Triebwerken noch um ein Vielfaches sicherer als die spätere Landefähre. Wesentliche Tests konnten mit ihr überhaupt nicht durchgeführt werden…Geringe Schwerkraft des Mondes und fehlende Atmosphäre konnte man auf der Erde nicht nachbilden. Aus diesem Grund brachte man die Fähre zwei Mal in den Weltraum, mit mäßigem Erfolg.

Bei dem letzten Einsatz in der Erdumlaufbahn hatte die Fähre über 1000 Fehlfunktionen. Wenn man das auf ein Auto übertragen würde: es war eine Fehlkonstruktion. Mit so einem Ding sind die also zum Mond geflogen.

Helmut F. Dette, meine Antwort:

In diesem sich mit den Mondlandefähren beschäftigenden Abschnitts tritt besonders deutlich die durchgängige Tendenz des Films zu Tage, durch wahrheitswidrige Darstellung der Fakten den Fernsehzuschauer irrezuführen. Da wegen der auf dem Mond fehlenden Atmosphäre die Hubschrauber-Technik nicht angewendet werden konnte, machte man sich, wie auch bei der Saturn-Trägerrate und dem Raumschiff, die Newtonsche Physik zu Nutze und verwendete die Raketen-Antriebstechnik für die Mondlandefähren, und zwar je einen Motor als Bremstriebwerk für die Landung auf dem Mond und einen zweiten für den Rückstart. Das Landegestell mit dem Landetriebwerk wurde bei allen sechs Apollo-Flügen auf dem Mond zurückgelassen.

Während beim Helikopter die Lagesteuerung, also die Bewegung um Längs-, Quer- und Hochachse, aerodynamisch durch Rotorverstellung und den Einsatz eines Heckrotors erfolgt, musste man sich für die im luftleeren Raum operierenden Fahrzeuge etwas Neues einfallen lassen und erfand die Lageregeldüsen (englisch: firing thrusters), kleine, dreidimensional angeordnete und wenig Energie verbrauchende Rückstoßdüsen. Damit ließ sich die Lage der Fähren einwandfrei steuern.

Die Mondlandefähre von Neil A. Armstrong und Buzz Aldrin war das vierte Exemplar dieser Baureihe. Die ersten drei wurden auf den der Vorbereitung der Mondlandung dienenden Apollo-Flügen 5, 9 und 10 einer ausgedehnten Erprobung unterworfen. Testflüge dienen dazu – ebenso wie im Autobau die Testfahrten – Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten rechtzeitig zu erkennen. Die Behauptung, dass man mit einer 1000 Fehlfunktionen aufweisenden Fehlkonstruktion zum Mond geflogen sein soll, trägt paranoide Züge der verantwortlichen Filmmacher, denen wissenschaftliche Kompetenz für das komplexe und in jeder Hinsicht erfolgreiche Apollo-Mondlandeunternehmen abgesprochen werden muss.

 

Unerprobte Landefähre (Zitat aus dem WDR-Film „Die Akte Apollo“)

Als sich die Landefähre von Apollo 11 am 20. Juli 1969 dem Mond nähert, weiß kein Mensch über ihre Lande- und Manövriereigen-schaften in der Praxis Bescheid. Damit dürfte die Landefähre wohl der erste unerprobte Prototyp in der Geschichte der Menschheit gewesen sein dem gleich eine enorm wichtige Mission anvertraut wurde. Es folgten noch 5 weitere Landungen. Alle verliefen ohne Probleme.

 

Helmut F. Dette, meine Antwort: Der erfahrene Testpilot Neil A. Armstrong und sein Begleiter Buzz Aldrin hätten sich mit Sicherheit geweigert, in einem unerprobten Prototyp mit unbekannten Flugeigenschaften zum Mond zu fliegen. Den erfundenen Behauptungen, denen natürlich keine Beweise folgen, ist das Folgende zu entgegnen.

Wie bereits erwähnt wurden bis zum Mondflug von Apollo 11 vier Fähren fertiggestellt. Werknummer 1 wurde auf dem unbemannten Apollo-5-Flug, die Nummer 2 und 3 auf den bemannten Apollo-Missionen 9 und 10 getestet.

Die bemannten Apollo-Flüge hatten sich aufgrund eines tragischen Unfalls, bei dem die Astronauten Gus Grissom, Roger Chaffee und Ed White durch ein Feuer in ihrer Kommandokapsel am Boden im Januar 1967 ums Leben kamen, um fast zwei Jahre verzögert. Apollo 7 war mit Wally Schirra, Don Eisele und Walter Cunningham der erste bemannte Testflug des Raumschiffs im Orbit, dem Ende 1968 der berühmte Weihnachtsflug Apollo 8 mit Frank Borman, Bill Anders und Jim Lovell folgte. Es war der erste bemannte Flug zum Mond mit 10facher Umkreisung des Erdtrabanten. Jim McDivitt, Dave Scott und Rusty Schweickart, die Astronauten von Apollo 9, testeten zum ersten Mal die Mondfähre im Erdorbit. Die Generalprobe für die Mondlandung fand mit Apollo 10 im Mai 1969 statt. Tom Stafford, John Young und Gene Cernan testeten äußerst erfolgreich sämtliche Phasen der Mondlandung mit Ausnahme der eigentlichen Landung. Abtrennung der Mondfähre vom Raumschiff, Annäherung an die Mondoberfläche bis auf 14,3 km, Rückkehr zum Raumschiff mit Ankoppelung und Rückflug zur Erde verliefen ohne Probleme.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.