Strahlenschäden

Strahlenschäden

Helmut F. Dette, meine Antwort: Zunächst ist zu erwähnen, dass im Film zur Illustration der Strahlenschäden in Form von Hautverbrennungen Filmszenen aus dem Vietnamkrieg von schreienden Kindern sowie ein ekelhaftes Foto einer schweren Hautverbrennung 3. Grades (Verkohlung der Haut) gezeigt werden. Dies ist – gelinde gesagt – nicht nur geschmacklos sondern dokumentiert eindeutig die Tendenz der Filmemacher, die erfolgreiche Arbeit von Hunderttausenden von Mitarbeitern am Apollo-Projekt um jeden Preis zu diffamieren.

Die Sonne emittiert in ihrer Wirkung sehr unterschiedliche Strahlungsarten. Für uns Erdbewohner lebenswichtig ja lebensspendend sind die langwelligen Infrarotstrahlen, unsichtbare Wärmestrahlen, die uns im Sommer angenehme Temperaturen bescheren und im Winter ver-hindern, dass die lebensfeindlichen Bedingungen des Weltalls bis zur Erdoberfläche durchdringen. Und wenn wir von der Sonne keine Lichtstrahlen erhielten, würde unsere die Erde täglich 24 Stunden im Dunklen schweben und somit Leben nicht möglich sein. Neben der Wärme- und Lichtstrahlung, die Voraussetzung für die Entstehung organischer Strukturen auf der Erde war, bilden sich beim Kernfusionsprozess, der Umwandlung von Wasserstoff in Helium, elektro- magnetische Wellen sowie eine Teilchenstrahlung, die als Sonnenwind

bezeichnet wird. Dieser aus Elektronen, Protonen, Heliumkernen, Neutrinos und Ionen bestehende Sonnenwind, der auch die Ursache für die Schweifbildung der Kometen und der eindrucksvollen Polarlichterscheinungen ist, hätte den Apollo-11-Astronauten durchaus gefährlich werden können. Da Stärke und Häufigkeit mit dem 11jährigen Sonnenfleckenzyklus einhergehen und ein Maximum während des Apollo-11-Fluges erwartet wurde, war man bei der NASA auf dieses Problem vorbereitet. Rund um den Erdball waren Astronomen während des gesamten Fluges mit der Beobachtung der Sonne beschäftigt. Ein Strahlungsausbruch, eine Sonneneruption (engl.: Flare) wäre sofort der NASA gemeldet worden. Da sich der Sonnenwind mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als Schall- geschwindigkeit ausbreitet, hätten die Astronauten genügend Zeit gehabt, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Den Ausflug auf dem Mond hätte man sofort beendet. Und während des Fluges zum und vom Mond sollten Kommandokapsel und Raumschiff so ausgerichtet werden, dass Maschinenraum und Treibstofftanks zwischen der Besatzung und Sonne als Puffer gewirkt hätten. Man war also auf eine solche Sonneneruption vorbereitet, die sich aber bei keinem der Apollo-Flüge ereignete.

Die im Film erwähnten Van-Allen-Gürtel, benannt nach dem amerikanischen Physiker und Nobelpreisträger James van Allen, sind die Erde umgebende wulstringförmige Strahlungszonen hoher Intensität, die am Äquator in einer Höhe von etwa 1000 bis 5000km und 15000 bis 25000km anzutreffen sind. Sie wurden 1958 durch den Erdsatelliten Explorer entdeckt und bestehen aus energiereichen vom Magnetfeld der Erde eingefangenen und gespeicherten Elektronen und Protonen aus kosmischer Strahlung und Sonnenwind.

Für die Behauptung, dass niemand jemals den van-Allen-Gürtel durchquert hat, bleiben die Kritiker die Beweise schuldig. Tatsache ist, dass die Astronauten in ihren Kapseln gut geschützt waren. Außerdem haben sie die strahlungsintensiven Gürtel bei einer Flug-geschwindigkeit von ca. 38.000 km/h relativ schnell durchquert.

 

Strahlenschäden

(Zitat aus dem WDR-Film „Die Akte Apollo“): Unwahrscheinliches Glück brauchten die Astronauten auch auf ihrer fast 400.000km langen Reise zum Mond… Die größte Gefahr drohte den Astronauten dabei von der Sonne. Sie sendet radioaktive Strahlen in einem gefährlichen Dauerfeuer von unterschiedlicher Intensität aus.

Wenn es einen wirklich großen Ausbruch gegeben hätte, hätten die Astronauten einen furchtbaren Tod sterben können. Würden die tödlichen radioaktiven Strahlen der Sonne ungefiltert auf der Erde auftreffen, würde alles Leben erlöschen. Dass dem nicht so ist, verdanken wir der schützenden Atmosphäre der Erde und ihrem Magnetfeld. Dieses dicke Magnetkissen puffert die radioaktive Strahlung an seinen Rändern ab. Als erstes entdeckt hat das der amerikanische Physiker James van Allen, als er 1958 seinen Forschungssatelliten “Explorer” ins All schießen ließ. Was uns Erdbewohner schützt, kann für die Astronauten zur tödlichen Gefahr werden. Nur die Mondfahrer sind bisher durch diesen besonders stark radioaktiven Puffer hindurch geflogen. Für die NASA ein kalkulierbares Risiko.

Niemand hat jemals den van-Allen-Gürtel durchquert. Die Kritiker bezweifeln auch, dass man sich vor der Strahlung in diesem van-Allen-Gürtel hätte schützen können.

Während sich Raumstationen unterhalb des van-Allen-Gürtels befinden, mußten die Mondfahrer hindurch. Konnte man die Raumkapseln vielleicht noch isolieren, schützte die Astronauten auf dem Mond nur ein Anzug aus Textil und Kunststoff vor den radioaktiven Strahlen der Sonne.

Zwischen den fröhlich winkenden abreisenden Apollo-11-Astronauten und den fröhlich winkenden wiederkehrenden Astronauten lagen schwerste körperliche Strapazen und acht Tage radioaktive Dauerbestrahlung. Das Mindeste was hätte passieren müssen, das ist also, dass sie Strahlenschäden in Form von Hautverbrennungen oder so was hätten sein müssen. Es ist aber absolut nichts nachweisbar.

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